Seit
über zehn Jahren ziehen die BLACK KEYS aus Akron/Ohio, nun schon mit
Bluesgitarre und Garagenrock um die Welt. Eine Fangemeinde bestand
bereits, aber der große Hype um das Duo Auerbach/Carney startete erst
vor gut 2 Jahren. Das Erfolgsalbum „Brothers“ wurde unter anderem mit
dem Grammy „Best Alternative Music Album“ ausgezeichnet. Mit „El Camino“
erscheint nun ihr siebtes Studioalbum, auf dem die Band sich nun
gewissermaßen selbst feiert - für ihren Weg (span. "El Camino") nach
oben. Der verbreiteten Gefahr, nach einem erfolgreichen Album auf der
nächsten Platte mit genau den gleichen Zutaten zu versuchen, die Leute
bei der Stange zu halten, gehen die BLACK KEYS konsequent aus dem Weg.
Die erste Single „Lonely Boy“ gibt die musikalische Richtung vor:
Wuchtig geht es hier zu, die Rhythmusgruppe zieht stark nach vorne, die
Gitarre rockt verzerrt, der mit allerlei 'Oh-Oh-Ohs' gespickte Refrain
erzählt vom einsamen Jungen, der auf die große Liebe wartet. Als
musikalische Einflüsse auf ihren aktuellen Sound nennt Drummer Carney
Bands wie The Cramps und The Clash. Für die Produktion von „El Camino“
war erneut Danger Mouse (Gnarls Barkley, Broken Bells) zuständig, der
dem einzigartigen Sound der BLACK KEYS schon auf den Vorgängeralben
„Attack & Release“ (2008) und „Brothers“ (2010) den letzten Schliff
verlieh. Und auch wenn „El Camino“ kein Meisterwerk wie zuvor „Brothers“
ist, stellt es trotzdem eine gelungene Weiterentwicklung dar.