Wer
MASTODON kennt, der wird vom neuen Album der Band überrascht sein. Die
13 Songs auf "The Hunter" fallen im Gegensatz zu früher kompakter und
weniger progressiv aus. Der Grund - während die bisherigen Studioalben
Teil eines vierteiligen Gesamtkonzepts waren, wollten die vier
urwüchsigen Metaller aus Atlanta mit ihrem 5. Studioalbum "The Hunter"
etwas weniger ausschmückend zu Werke gehen. Ihr letztes Werk Crack The
Skye (2009) bildete den Abschluss des ersten musikalischen Kapitels. Nun
sind MASTODON offen für neue Wege. Aufgenommen wurde "The Hunter" in
den Sound City Studios in Van Nuys und in den Doppler Studios in
Atlanta. Mit Mike Elizondo entschieden sich die Musiker für einen neuen
Produzenten, der zuvor hauptsächlich für Hip-Hop-Künstler wie Dr. Dre
oder Eminem gearbeitet hat und sicherlich auch einigen Einfluss auf den
etwas anderen Sound der Band hatte. Der Albumtitel "The Hunter" (dt.:
Der Jäger) ist eine Widmung an den Bruder von Sänger und Gitarrist Brent
Hinds, der während eines Jagdausflugs einen Herzinfarkt erlitt und
verstarb. Dieses und andere persönliche Erlebnisse flossen zum großen
Teil in die neuen Songs mit ein. Laut Frontmann Hinds ist es das Leben,
das die Songtexte von MASTODON inspiriert. Allerdings versuchen sie
immer die Texte so offen wie möglich zu halten und mit vielen Metaphern
zu arbeiten, so dass jeder Hörer die Chance hat, die Songs für sich zu
interpretieren. Und eins ist klar – diese Band sollte man sich auch mal
live zu Gemüte führen, schließlich wurde sie im Jahr 2007 für einen
Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert. Momentan
touren MASTODON quer durch die USA, hierzulande wird man sie
höchstwahrscheinlich frühestens 2012 wieder erleben...