Incubus
sind zurück! Nach der Veröffentlichung ihres US-Nummer-Eins-Albums
"Light Grenades" (2006) sowie etlichen Tourneen war es für Incubus
erstmal an der Zeit, sich ausführlich um das Privatleben zu kümmern.
Frontmann Brandon Boyd und Gitarrist Mike Einziger widmeten sich den
schönen Künsten. Boyd besuchte einige Zeit eine Kunstschule und
veröffentlichte ein Soloalbum („The Wild Trapeze“, 2010), Kollege
Einziger studierte Komposition, Evolutionsbiologie und Kosmologie an der
Elite-Universität Harvard. Währenddessen blickten sie zurück,
philosophierten über ihr Leben und darüber, was noch kommen mag. Diese
nachdenklichen Töne stimmen die Kalifornier auch auf ihrem neuen Album
"If Not Now, When?" Thematisch dreht sich darauf alles um Selbstfindung
und Erwachsenwerden. "Wir haben die Band gegründet, als wir 15 waren,
und jetzt sind wir 35 [...] „Jetzt beginnt so etwas wie eine neue Ära
für uns." Seitdem sind rund 20 Jahre vergangen und die einstigen
Crossover/Funk Metal-Helden schlagen mittlerweile ganz andere Töne an.
"If Not Now, When?" ist mit Ausnahme der Vorabsingle "Adolescents"
insgesamt ruhiger als die früheren Veröffentlichungen. Bestes Beispiel
dafür ist die erste Singleauskopplung „Promises, Promises“. Ein
veränderter Blick auf die Welt habe sicher auch damit zu tun, sagt Boyd.
„Wir waren rund zehn Jahre lang unterwegs und haben in dieser
Seifenblase Rockszene gelebt. Da steckt man irgendwie fest im
Jugendlichsein, und es wird fast von einem erwartet, sich schlecht oder
zumindest seltsam zu benehmen.“ Nun haben Incubus ihre Seifenblase
verlassen und sich in musikalischer Hinsicht wieder einmal neu
erfunden.