


Obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat, möchten wir die vorsichtige Prognose wagen, dass die MACCABEES mit ihrem neuesten Werk „Given To The Wild“ am Ende zu den Top Alben des Jahres 2012 gehören werden. Zeit wird es aber langsam auch, schließlich machen die fünf Jungs aus London schon seit gut 12 Jahren zusammen Musik. Spätestens mit der Single „Love You Better“ stieg der Bekannt- und Beliebtheitsgrad der MACCABEES schlagartig an. Frontmann Orlando Weeks sagt, dass sich die Band aber nach vielem Herumprobieren auf den beiden vorangegangenen Platten erst jetzt musikalisch gefunden hätte. „Given To The Wild“ klingt demnach ganz anders als Colour It In (2007) und Wall Of Arms (2009). Die Songtexte sind tiefsinniger, reflektierender. Das beweist zum Beispiel die erste Singleauskopplung „Pelican“. Für die Aufnahmen gingen die einzelnen Bandmitglieder erstmals getrennt ins Studio, um somit einen Sound entstehen zu lassen, der am ehesten vergleichbar ist mit Coldplay, U2, Razorlight oder Arcade Fire. Passend zum Albumtitel „Given To The Wild“ gibt es auch ein naturbezogenes Artwork vom Künstler Andy Goldsworthy, welches sich in der 12inch Vinyl Version auch noch wunderschön dreiteilig ausklappen lässt, so dass man das ganze Bild als Panorama sehen kann. Entgegen dem Trend, sich in die abgeschiedene Einöde zurückzuziehen, entstand die Platte laut Weeks allerdings in einer „sehr bebauten, lauten, klaustrophobischen Umgebung im Süden von London“. Produzent Tim Goldsworthy, der schon mit MASSIVE ATTACK oder LCD SOUNDSYSTEM zusammengearbeitet hat, verpasste dem Ganzen anschließend den letzten Schliff.