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Diese CD hat eindeutig etwas Unheimliches. Der Tod ist allgegenwärtig. Gleichzeitig hält Johnny Cash sich mit jedem Ton am Leben fest. Es ist also kein Zufall, dass dieses Album zum 78. Geburtstag und 7. Todesjahrs des Man in Black herausgekommen ist. Alle Songs konzentrieren sich auf Cashs vom Alter gezeichnete, etwas zitternde Stimme und seine Akkustikgitarre.
Und doch entsteigt Cash gleich zu Beginn mit der Single "Ain't No Grave" seinem Grab und bietet uns nachdenkliche aber nicht hoffnungslose Songs. Die Stimmung ist ernst und doch nicht trostlos, zumal Johnny Cash sehr genau weiß, dass er durch seine Musik tatsächlich unsterblich ist.
Diese posthum veröffentlichen Aufnahmen enstammen den "American Recordings"-Sessions mit Über-Produzent Rick Rubin, der ihn schon in den 90ern aus seinem persönlichen und beruflichen Tief holte und ihn nun mit der 6. Auskopplung seiner letzten Songs (hauptsächlich Covern) auch post mortem noch ins Gedächtnis und in die Charts bringt.
Es stimmt allerdings dann doch etwas traurig, dass "Ain't No Grave" nun wirklich das absolut Letzte ist, das wir von Cash jemals zu hören bekommen (abgesehen von Bootlegs, die vielleicht noch ausgegraben werden). Doch Cash spendet uns mit seinem einzigen eigens verfassten Song "I corinthians 15:55" Trost, indem er sich dem biblischen Korintherbrief von Paulus bedient, in dem es - was sonst? - um das Sterben geht und der Mensch nach seinem Tod auf Vergebung hoffen darf. Das sind doch mal tiefgründige Botschaften bei unserer CD der Woche...
Die CD der Woche ist erhältlich bei
Dussmann das KulturKaufhaus am Bahnhof Friedrichstraße. Berlins größte
Musikauswahl ist montags bis sonnabends von 10 – 24 Uhr für Sie
geöffnet.
Dussmann das KulturKaufhaus – mehr Leben mit Kultur!